Höchst begehrt: Maschinen des niederländischen Chipproduzenten ASML sollen nicht mehr nach China gelangen.
Die EU wird sicherheitspolitisch immer abhängiger von Amerika. Washington nutzt das, um seine geopolitischen Interessen zu forcieren. Gegen China. Und zum Wohl der US-Wirtschaft.
US-Präsident Joe Biden weiß, wie er Staatsgästen eine Freude bereiten kann. Als der niederländische Ministerpräsident im Januar nach Washington D.C. kam, überließ Biden Mark Rutte kurz seinen Stuhl im Oval Office. Rutte nahm nur zu gern am Schreibtisch des mächtigsten Manns der Welt Platz und posierte für die Fotografen. Einmal Weltmacht – und sei es nur für einen Blitzlichtmoment.
Zwei Monate später wurde offensichtlich, wer in den Gesprächen im Weißen Haus tatsächlich die Oberhand behalten hatte. Die Niederlande beugten sich nach langen Verhandlungen dem Druck der USA und akzeptierten Exportkontrollen für Halbleitertechnologie. Biden setzte seinen Willen durch: China müsse modernste Technik verweigert werden, damit das Land sich nicht aufrüsten könne. Die niederländische Regierung folgte, so die offizielle Version, aus Sorge um die internationale Sicherheit. Und trotz immenser Schäden für die eigene Vorzeigeindustrie.
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